Kunst-Findet-Stadt

Ein Ausstellungsformat des Vereins der Kunst Neuss e.V

Es ist die Zielsetzung des Vereins der Kunst Neuss e.V., die künstlerischen Tätigkeiten der Künstlerinnen und Künstler in Neuss visibel zu machen, zu unterstützen, zu fördern und sich für die Verbesserung und Erweiterung der (Arbeits-)Bedingungen im Bereich der bildenden Künste einzusetzen. Das hierfür vom Verein eigens erarbeitete Format „Kunst-Findet-Stadt“ möchte dieses Vorhaben möglichst konkret für viele Kunstschaffende und an der Kunst Interessierte umsetzen.

Die öffentlichen und privaten Institutionen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neuss werden eingeladen, langfristig oder temporär leerstehende Räumlichkeiten oder außergewöhnliche Orte einem Künstler oder einer Künstlerin zeitlich begrenzt für ein künstlerisches Ausstellungsprojekt zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise entstehen mitten in der Stadt spannende Synergien und „in situ“ Arbeiten, die unmittelbar Bezug nehmen auf einen Ort, der häufig nicht einem „gewohnten“ Ausstellungsterrain entspricht, sondern sehr unkonventionell und überraschend sein kann. In situ bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt dabei „unmittelbar vor Ort“. Dem Künstler oder der Künstlerin wird die Möglichkeit eingeräumt, nicht nur mit dem zur Verfügung gestellten Raum zu arbeiten, sondern auch Kunst an ungewohnten Orten in der Stadt sichtbar zu machen, oder anders gesagt, stattfinden zu lassen. Das Format befasst sich also auf der einen Seite mit der Stadt Neuss selbst. Der Stadt also, in der die Künstlerinnen und Künstler zumeist selbst arbeiten und leben. Andererseits erhalten die Bürgerinnen und Bürger, welche Räume für die Kunst öffnen, die Möglichkeit, unmittelbar daran zu partizipieren und die Kunst stärker in der Stadt zu verorten.

Es ist daher eine große Freude, dass der Künstler Nils Levin Sehnert für die Auftaktveranstaltung dieses Formats gewonnen werden konnte. Er wird einen Raum in der Breite Straße 81 in Neuss in einen temporären Resonanzraum verwandeln. Dieser vom Künstler selbst gewählte Ausstellungstitel könnte daher die Zielsetzungen des Formates „Kunst-findet-Stadt“ nicht treffender umschreiben.